Familie von Achalm

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Familie von Achalm

 

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Baden-Württemberg

 

Die Geschichte der Familie von Achalm

Die Familie von Achalm schrieb deutsche Kirchengeschichte

 

 

​Wappen der Grafen von Achalm aus dem Jahr 1120

Mit Hilfe der Katholischen Kirche, deren Oberhäuptern, Ahnenforschern, Geschichtsinteressierte, Archivaren und Archiven, sind wir dabei, die Geschichte derer von Achalm hier zusammenzutragen.

Wir danken all jenen, die hier mitwirken und ihr wertvolles Wissen mit einbringen.

Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Achalm_(Adelsgeschlecht)

 

Graf Egino (Der Ältere) aus Dettingen a. d. Erms und sein Bruder Rudof, kamen anno 1024 auf die Achalm und erbauten dort eine Burg.

​Deren Kinder waren Graf Kuno I. von Achalm und Graf Luithold von Achalm, die Stifter des Klosters Zwiefalten.

Burg Achalm​        

 

Die Achalm-Burg war eine der ersten Urkundlich erwähnten Höhenburgen Germaniens.

 

Die Geschichte des Kloster Zwiefalten

Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Zwiefalten

 

Klostergeschichte: Kloster Zwiefalten

Gestiftet 1089 von den kinderlosen Grafen Kuno und Luithold von Achalm unter Beteiligung des Reformabts Wilhelm von Hirsau, mit Hirsauer Mönchen besiedelt. Zunächst Priorat, seit 1091 Abtei. Erster Klosterbau aus Holz 1098 abgebrannt, Neubau der Kirche aus Stein 1109 geweiht. 1138 Hochstand des Klosters mit 70 Mönchen und 140 Laienbrüdern, berühmt durch sein Skriptorium (Buchmalerei) und als Pflegestätte der Goldschmiedekunst. Schutzvogtei bei den Welfen bzw. Staufern, seit 1303 bei Österreich, seit 1365 überwiegend und seit 1491 endgültig bei Württemberg. Im 17. Jh. de facto, seit 1750 de jure reichsfrei durch finanzielle Ablösung der Vogteirechte. Der Barock brachte mit dem religiösen und wirtschaftlichen Aufschwung die zweite Blütezeit: Stattliche Neubauten auf dem ansehenlichen, nahezu geschlossenen Territorium ( Mariaberg, Mochental, Daugendorf, Zell, Dürrenwaldstetten), Pflege der Wissenschaften (u.a. der im 17. Jh. gegründeten Schule, seit 1686 Träger des Kollegiums in Ehingen), sukzessiver Neubau von Kloster, Kirche und Nebengebäuden. 1801/03 säkularisiert, im Kloster seit 1812 psychatrische Landeskrankenanstalt, die Kapitelskapelle 1814 für den ev. Gottesdienst eingerichtet.

Quelle: Georg Dehio, Handbuch der Deutschen Kulturdenkmäler, Deutscher Kunstverlag.

 

Otto von Steußlingen

​Großneffe von Anno, um 1070 geboren, zwischen 1140/50 gestorben. Zwischen den Jahren 1118 und 1128 fuhr Otto zum zweitenmal nach Jerusalem, er brachte dem Kloster Zwiefalten Reliquien mit.

 

Ernst von Steußlingen

Möglicherweise ein Sohn Ottos war Ernst von Steußlingen, Abt des Klosters Zwiefalten 1141 - 1146.

 

 

Von der Burg Achalm

 
Wenigstens ist anno 1330 die Vestung Achalm mit ihren zugehörigen Dörf-
 
fern und Gütern dem Reich zuständig gewesen dem fiel allem Ansehen nach
 
Absterben der Graven von Achalm heimgefallen weil Kayser Ludwig selbige da-
 
mahls nebst der Stadt Reutlingen an Grav Ulrichen von Würtenberg übergeben
 
wiewohl Obrecht in not. ad Infr. Pac. Westph. pag. 118. vorgibt, daß Herzog
 
Albrecht und sein Bruder Leopold von Oesterreich die beede Vestinen anno
 
1370 an Hannsen von Rietheim und seinen Bruder Wilhelm um 12000 Un-
 
garischer Gulden verpfändt habe Allein anno 1378 verkauffte diese beede Schlös-
 
ser Wilhelm von Rietheim an Grav Eberharden zu Würtenberg und bestetigte
 
nicht allein Gerlach von Hohenloh auf dem Kayserlichen Hofgericht zu Nürn-
 
berg im Nahmen des Kaysers solchen Kauff, sondern es befahl auch Kayser
 
Wenceslaus anno 1387 der Stadt Reutlingen und andern Reichs-Ständen,
 
die Herrn Graven von Würtenberg an ihrer Gerechtigkeit an denen beeden Ve-
 
stinen Achalm und Hohenstauffen nicht zu irren, von welcher Zeit das Hoch-
 
fürstliche Hauß ruhig bey dem Besitz diser beeder Schlösser geblieben, auch da-
 
malen, als Kayser Carl und König Ferdinand als Erz-Herzoge zu Oesterreich
 
das Herzogthum Würtenberg ingehabt und der Cadauische Vertrag anno 1534
 
getroffen worden. Nichts destoweniger sprach die Erz-Herzogin Claudia nicht
 
allein die Vestinen Achalm und Stauffen, sondern auch andere offenbar darzu
 
nicht gehörige Städt und Aemter an, und nahm selbige nach der Nördlinger
 
Schlacht in Besitz, bis endlich vermög des Westphälischen Fridens Art. IV. §
 
24. dieselbe dise Vestinen mit allem, was sie darzu eingenommen hatte, heraus-
 
geben mußte, doch, daß dem Erzhauß Oesterreich seine vermeyntliche Forder-
 
ung und dem Hochfürstlichen Hauß Würtenberg die exceptiones und andere
 
Rechtsbehelffe vorbehalten wurden, wiewohl beede Vestinen nichts mehr als die
 
rudera zeigen können, und besonders zu Achalm auch von disen wenig mehr ü-
 
brig ist.

 

 

Heiliger Kuno I. von Pfullingen, geb. 1016, Erzbischof von Trier

Sohn des Eilolfus von Pfullingen und der Hazzecha von Steußlingen, Tochter von Herrn Walter; Neffe des Erzbischoß Anno von Köln

Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/Kuno_I._von_Pfullingen

 

(Eventuell verwandt mit Graf Kuno I. von Achalm, Stifter des Klosters Zwiefalten am 8. September 1089, da Familienwappen derer von Pfullingen ähnlich wie derer von Achalm)

Heiliger Kuno v. Pfullingen​ 

         

Statue des hl. Kuno I. v. Pfullingen in St. Wolfgang / Pfullingen

Mitra (Kopfbedeckung / Bischofsmütze) des Heiligen nicht auf dem Haupt, sondern zu seinen Füßen - Grund: Kuno wurde zwar noch zum Bischof geweiht, aber vor seiner offiziellen Amtseinsetzung als Erzbischof von Trier ermordet.

Gedenktafel im Trierer Dom mit der Erwähnung unserer hiesigen Heiligen von Pfullingen. Beigesetzt ist Kuno jedoch in der Benediktinerabtei Tholey im Saarland.

 

Biografisch - Bibliografisches Kirchenlexikon

Band IV (1992) Spalten 820-822 Autor: Martin Persch
KUNO (Konrad) I. von Pfullingen, Erzbischof von Trier, x um 1016 aus niederem schwäbischen Adel als Sohn des Eilolf und der Hazecha in Pfullingen, t 1.6. 1066 Schloß Ürzig/Mosel. - K., Dompropst in Köln, wurde nach dem Tod des Trierer Erzbischofs Eberhard im Jahre 1066 von Kaiser Heinrich IV. auf Betreiben des Kölner Erzbischofs Anno, eines Onkels von K., zum Trierer Erzbischof ernannt. Er erhielt von Heinrich Bischofsstab und -ring, wobei Klerus und Volk in Trier vollständig übergangen wurden. Bischof Einhard von Speyer wurde beauftragt, K. mit einem bewaffneten Gefolge zur Inthronisation nach Trier zu bringen. Die Geschichtsschreiber des 11. Jahrhunderts berichten, daß in Trier beim Eintreffen dieser Nachrichten große Entrüstung bei Klerus und Adel herrschte. Unter Führung des Trierer Burggrafen Theoderich von Luxemburg wurden die Anrückenden am 18. Mai 1066 in der Nähe von Bitburg (Eifel) überfallen. K. fiel in die Hände Theoderichs, der ihn zur Burg Ürzig (wohl Urlay) an der Mosel bringen ließ. Dort wurde der designierte Bischof nach zwei Wochen der Gefangenschaft, am 1. Juni 1066, umgebracht: er soll mehrmals einen steilen Felsen hinabgestürzt und schließlich enthauptet worden sein. Die Mörder K.s wurden, wohl auf Veranlassung des Anno nicht gewogenen Kaisers, weder von der weltlichen noch von der geistlichen Obrigkeit bestraft; Theoderich soll später auf einer Bußreise nach Jerusalem bei einem Sturm im Meer ertrunken sein. Der Leichnam K.s wurde zunächst auf der gegenüberliegenden Moselseite in Lösnich beigesetzt, dann aber auf Betreiben des Bischofs Theoderich von Verdun nach der Klosterkirche Tholey übergeführt, wo das politische Opfer K., besonders unter dem Einfluß der kurz darauf verfaßten Passio, bald eine lokal und weitgehend auch zeitlich begrenzte Verehrung als Märtyrer erfuhr. In Tholey gab es ein eigenes Tagesoffizium des Heiligen. Nach dem Trierer Liturgiewissenschaftler Balthasar Fischer ist das Andenken K.s in Lothringen als Helfer bei Hüft- und Gliederschmerzen und bei Erkrankungen von Haustieren vereinzelt auch heute noch lebendig. Im Jahre 1960 soll K.s Grab in der Tholeyer Abteikirche wiedergefunden und identifiziert worden sein.
Lit.: MG SS VIII, 2L2-2L9; - Antiquitatum et annalium Trevirensium libri XXV... auctoribus Christophoro Browero et Jacobo Masenio, Bd. 2, Lüttich L670, 543 f .; - Acta SS Junii I, 1695, 126-134; - Augustin Calmet, Histoire 6cclesiastique et civile de Lorraine, Bd. I, Nancy L738,1132-1L34; - DerTod Cuno's, designierten Erzbischofes von Trier, in: Chronik der Diözese Trier 1, 1828, 173-176; - Gesta Trevirorum ed. J. H, Wyttenbach et M. F. J. Müller, Bd. I, AugustaeTrevirorum 1836, cap. LVIII, 156; - Anton Joseph Ignaz Liehs, Leben und Thaten der Heiligen ... im Bisthum Trier, t837,280-281; - Jakob Marx d.4., Geschichte des Erzstifts Trier I, 1858, 111; - Adam Goerz, Mittelrheinische Regesten oder chronologische Zusammenstellung des Quellenmaterials für die Geschichte der Territorien der beiden Regierungsbezirke Coblenz undTrier, Bd. I, 1876,398-399; - lohann Leonardv, Geschichte des Trierischen Landes und Volkes, !877 ,3lJ ' - 3*:mü aru ü | f : lr illli illl ll I
http: *sl'.bautz.deöbkl/lCKuno I.shtml 30.03.2010

 

KUNO (Konrad) I. von Pfullingen Seite 2 von 2
Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Heinrich IV. und Heinrich V., Bd. I, 1890, 498512; - Gottfried Kentenich, Geschichte der Stadt Trier, 1915, 727-l3O) - Kuno I. Zum achth undertfü nfzigjä hrigen Gedächtnis, in: Pastor bonus 28 (79L5/76),503-508; - Kuno I. Erzbischof von Trier. Ein Heimatspiel, Ürzig 7924; - Nikolaus Gladel, Die Trierer Erzbischöfe im I nvestitu rstreit, Diss. Köln 1932, 1-3; - Horst Schlechte, Erzbischof Bruno von Trier, Diss. Leipzig 1934,67-69. - Wilhelm Levison, Zur Geschichte des Klosters Tholey, in: Ders., Aus rheinischer und fränkischer Frühzeit. Ausgewählte Aufsätze, Düsseldorf 1948, lO3-7O4; - Handbuch des Bistums Trier XX, 1952, 34; - Emil Zenz (Hrsg.), Die Taten der Trierer. Gesta Treverorum, Bd. I, 1955, 62; - Ferdinand Pauly, Aus der Geschichte des Bistums Trier, Teil 2: Die Bischöfe bis zum Ende des MA.s, 1969, 68; - Erwin Mühlhaupt, Rheinische Kirchengeschichte. Von den Anfängen bis 1945, Düsseldorf 1970,77 u. 87) Ambrosius Stock, Kuno von Pfullingen, Mitpatron der Abteikirche zu Tholey, in: Heimatjahrbuch des Landkreises St. Wendel t5 (7973/74) 29-32; - Karl Christoffel, Der Bischofsmord an der Ürziger Urlay im Jahre 1066, in: Jahrb. für den Kreis BernkastelWittlich 3, 7979, 189-193; - Friedrich cötz, Der Überfall auf einen Trierer Erzbischof. Ein urkundlicher Bericht aus Bitburgs frühgeschichtl. Zeit, in: Heimatkalender für den Kreis Bitburg-Prüm, 7979, 60-63) - Erich Düsterwald, Kleine Geschichte der Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier, 1980, 40; - Balthasar Fischer, Der Hl. K. von Trier, in: Tholeyer Brief 20,1987,2-6; - Buchberger, Kirchl. Handlexikon II,454; - LThK 1VI, 155; - LThK 2VI, 681; - Ernst Gierlich, Die Grabstätten der rheinischen Bischöfe vor 1200 (= Quellen und Abhandfungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte Bd. 65) Mainz 1990,73-74; - ADB XYl, 627; - NDB XII, 530; - Vies des Saints VI, 7948,6 u. 18 f.; - BHL 290; - StadlerHeim, Heiligen - Lexikon 1,657 t.; - Wimmer-Melzer, Lexikon der Namen und Heiligen, 1982, 495; - Torsy, Lexikon der deutschen Heiligen, 1959, 335.
Martin Persch

Literaturergänzung:
Franz-Josef Reichert, Neue Funde zu C.v.P., Elekt von Trier, in: KurTrJb 45.2005, S. 51-56.
Letzte Anderung : 11.06.2006
http://www.bautz.de/bbkl/k/Kuno I.shtml 30.03.2010
kuno_vonlfullingen_erzbischolvon_trier_+_ 1 066
Kuno von Pfullingen (1066)
Seite 1 von 2
Erzbischof von Trier
-1.6.1066 ermordet
Begraben: Tholey (Saarland)
Sohn des Eilolfus von Pfullingen und der Hazzecha von Steußlingen, Tochter von Herrn Walter; Neffe des Erzbischoß Anno von Köln
Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 1572 Kuno (Konrad) I., Erzbischof (Elekt) von Trier 1066
+ 1. Juni 1066
Begraben: Tholey (Saarland)

 

Entstammte schwäbischem Niederadel (von Pfullingen), dem ansehnliche Besitzümer zugeschrieben werden. Sein Onkel, Erzbischof Anno von Köln, verschaffte ihm das Amt eines dortigen Dompropstes und intervenierte bei König HEINRCIH IV. anläßlich der Besetzung des durch Eberhards Tod vakanten Erzstuhls zugunsten seines Neffen. Der junge König investierte Kuno mit Ring und Stab, ohne dass "Klerus und Volk" von Trier Mitwirkungsrechte wahrnehmen konnten. Die Trierer vomehmlich ministeriale - Opposition fand in Graf Dietrich, Stadtund Stiftsvogt, einen rücksichtslosen Anführer, der Kuno auf seinem Inthronisationszug nach Trier bei Bitburg überfiel, einkerkerte und alsbald brutal zu Tode bringen ließ. Der unversorgte Leichnam wurde von Bauern bei Lösnich beerdigt, fand aber noch im gleichen Jahr seine letzte Ruhestätte in der benediktinischen Klosterkirche Tholey. Kuno galt bald nach seinem Tod als Märtyrer und Wundertäter. Der Mönch Theoderich verfaßte zwischen 1073 und 1080 seine "Vita et passio". Graf
http://www.mittelalter-genealogie.de/miuelalter/erzbistuemer/trier/kuno_von_pfu11ing...30.03.2010
kuno_vonjfullingen_erzbischof von trier + 1066 Seite 2 von 2
Dietrich und seine Helfer blieben unbehelligt. Den empörten König versöhnte die Wahl des ihm genehmen Udo zum Erzbischof von Trier Während die ältere Historiographie an der spektakulären Episode vor allem die grausame Ereignisgeschichte wahmahm, betont die jüngere Forschung (K. Schulz, G. Jenal) die politische und strukturellen Implikationen.

 

Quellen und Literatur:
MGH SS VIII, 212-219 [Vita et passio] - JDG H IV. und H. V., I, 1890 - ADB XVI, s.v. - NDB XII, s.v. - LTh K VI, s.v. - N. Gladel, Die trier. Ebf.e in der Zeit des Investiturstreits, 1932 - K. Schulz, Ministerialität und Bürgertum in Trier, 1968 - F. Pauly, Aus der Gesch. des Bm.s Trier, ll,1969 - G. Jenal, Ebf. Anno IL v. Köln, 1974-t975.
Hils Kurt: Seite 77 "Grafen von Nellenburg"
Am 1. Juni 1066 hatten die Trierer den Kölner Dompropst Konrad von Pfullingen ermordet, den HEINRICH IV., unter dem Einfluß des Erzbischofs Anno von Köln, dem Onkel Konrads, zumBrzbischof von Trier ernannt hatte.

http://www.mittelalter-genealogie.de/mittelalter/erzbistuemer/trier/kuno von pfulling... 30.03.2010